Der Turm des Domes steht im Mittelpunkt

Text von Andrea Schöder
Volksstimme, 15. Dezember 2015, Seite 17, Elb-Havel-Echo


Havelberg
  Der Havelberger Heimatverein lädt zur dritten Veranstaltung  der Herbst- /Wintervortragsreihe ein, die dieses Mal unter dem Titel „Ein Festungsturm im Angesicht des Feindes“ steht. Zu Gast in Diplomingenieur Wolfram Bleis aus Rathenow. Das Thema ist gegenüber der ursprünglichen Planung leicht abgewandelt, berichtet der stellvertre-tende Vereinsvorsitzende Frank Ermer.
Und weiter: Der Havelberger Dom St. Marien gehört zu den ganz wenigen romani-schen Bauwerken, bei denen dank der damals verwendeten Bautechnologie in Verbin-dung mit modernen Messmethoden einzelne Bauabschnitte exakt datierbar sind. Damit sind nicht nur Rückschlüsse auf den tatsächlichen Bauablauf möglich, sondern auch ungeahnte Einblicke in die Planungsarbeit an einem solchen Großbau. Es werden sogar Wechsel bei den planenden Baumeistern sichtbar. Selbst die Anwendung des damals neuesten Baumaterials, des Backsteins, lässt sich exakt datieren. Insgesamt bietet das Mosaik von verschiedenen neuen Erkenntnissen einen völlig unerwarteten Blick auf die Baugeschichte und die Gestalt des romanischen Havelberger Doms.
Der Vortrag beginnt am heutigen Dienstag um 17 Uhr im Havelberger ArtHotel Kiebitz-berg. Einlass ist ab 16.30 Uhr. Für Mitglieder kostet der Eintritt drei Euro, für alle ande-ren Gäste fünf Euro.
Alle Termine zur Veranstaltungsreihe sind im Internet auf der Homepage des Vereins unter http://www.havelbergheimatverein.de/termineveranstaltungen zu finden. Der erste Vortrag im neuen Jahr ist für den 26. Januar geplant. Dann berichten die Museologiimen Sabine Ball und Antje Reichel zum Treffen von Friedrich Wilhelm I. und Zar Peter I. vor 300 Jahren in Havelberg.