Havelberg, im Dezember 2006Liebe Freunde nah und fern! Wussten Sie schon, dass das „erste in Deutschland hergestellte Dampfschiff an der Havel auf Kiel gelegt wurde und auf ihr auch seinen Dienst aufnahm“? Am 21. Juni 1816 wurde in Pichelsdorf bei Spandau mit dem Bau begonnen und schon am 14. September erfolgte der Stapellauf. Das alles und noch viel mehr erfahren Sie in dem von vielen mit Spannung erwarteten 2. Band der Geschichte der Havelschiffahrt, den Herbert Stertz bei einer sehr gut besuchten Buchlesung im Oktober im Prignitzmuseum der Öffentlichkeit präsentierte. Wie der Titel „Havelschiffahrt unter Dampf“ verrät, geht es in diesem Band um die Dampfschifffahrt auf der Havel, aber auch auf der Elbe. Es geht um die Havelberger Dampfschiffreedereien, um Schiffsschicksale, um Brücken, Wehre und Schleusen, und selbstverständlich geht es auch um die Havelschiffer und Schifferdörfer. Wenn Sie nicht in Havelberg oder in der Nähe wohnen, genügt bei Interesse ein Anruf beim Autor, auch für den noch lieferbaren Band I über die Segelschiffahrt - Tel.: 039387-8361. (beide Bände 145 Seiten, reich bebildert, 1. Band 14,90 €, 2. Band 15,90 €) Das oben abgebildete Bild vom Umschlag des zweiten Bandes hat Liesa Stertz gemalt – eine Enkelin des Autors. Ein neues Heimatheft mit einer bunten Mischung regionalgeschichtlicher Beiträge hat der Verein in diesem Jahr auch wieder herausgeben können. Darin ist auch einiges über die Ortsteile Müggenbusch, Wöplitz und Toppel zu erfahren. Wir danken dem Redaktionsteam um Henry Wobbe für die fleißige Arbeit, aber auch all denen, die ihre Beiträge dafür zur Verfügung gestellt haben. Dieses Heft ist ebenfalls im Havelberger Buchhandel erhältlich. Auch in diesem Dezember können wir wieder auf ein abwechslungs- und erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Ein besonderes Dankeschön haben sich dabei erneut die Plattdüütschen unter der Leitung von Erika Rittner und die darin integrierte Singegruppe, geleitet von Margarete Bartels, verdient. Erstmals feierten wir am 17. Juni einen gut besuchten Plattdeutsch-Gottesdienst mit Pfr. i. R. Gottfried Winter im Dom. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen im Paradiessaal. Ein voller Erfolg war auch wieder das Plattdeutsch-Fest am 7. Oktober. Mehr als 200 Besucher erfreuten sich an dem ausgewogenen und abwechslungsreichen Programm mit Volkstanz, Blasmusik, Gesang und natürlich vielen schönen Mundartbeiträgen. Schon am 21. Januar feierten wir in fröhlicher Runde im Hotel am Hafen unser 15jähriges Vereinsjubiläum. Die Kopie eines mittelalterlichen Reliefs mit der Darstellung einer Marienkrönung konnte schon 2005 in Auftrag gegeben und in diesem Jahr endlich am Haus Krugtor 7, wo einst das Original hing, angebracht werden. So manches gäbe es noch zu berichten, doch das wollen wir uns für die Jahresversammlung am 10. Februar im Rathaus aufheben, zu der wir schon jetzt herzlich einladen. Die Zeilen, die Herbert Stertz als Beitrag des Schiffervereins beisteuerte, will ich Ihnen aber nicht vorenthalten: „Im einbezogenen Schifferverein „Germania“ sind nur noch zwei Schiffer (beim Wasserbau) berufstätig. Im Zuge der Renaturierung der Havel werden die Aufgaben des Wasser- und Schiffahrtsamtes umverlagert und sind rückläufig. In Zukunft sollen beispielsweise die Schleusen automatisiert werden. Sie werden dann von einer Zentrale in Brandenburg/Havel ferngesteuert. Der Hauptverkehr wird über das Schiffahrtskreuz bei Magdeburg geleitet, und so sieht man fast nur noch Sportboote, Touristenschiffe und Fahrzeuge des Wasserbaus an Havelberg vorbeiziehen. Positiv zu bewerten sind die Erhaltungsarbeiten an den wasserwirtschaftlichen Anlagen, den Schleusen und Wehren.“ Zum Schluss sei wieder allen recht herzlich gedankt, die die Arbeit des Vereins durch den Jahresbeitrag, durch ihr Engagement und / oder durch eine Spende unterstützt haben. Ohne ihre Mithilfe wäre vieles nicht möglich gewesen. Es würde die Arbeit unserer Schatzmeisterin sehr erleichtern, wenn Sie ihr für den Einzug Ihres Beitrags einen Dauerauftrag erteilen würden (falls noch nicht geschehen). Auch in diesem Jahr sind einige Vereinsmitglieder verstorben. Besonders denken wir dabei an das Gründungsmitglied Frida Steffen. Sie hat uns als „Präsidentin“ der Plattdüütschen über viel Jahre mit ihren zu Herzen gehenden Gedichten erfreut und das gesegnete Alter von 94 Jahren erreicht. Mit herzlichen Grüßen Thomas Krispin |