Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins, sehr geehrte Ehren-
Gäste, sehr geehrter Herr Bürgermeister,

zu unserer Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 20jährigen
Bestehens des Havelberger Heimatvereins möchte ich sie hier
in der Gaststätte „Mühlenholz“ recht herzlich begrüßen.

Am 10. Januar 1991 wurde unser Verein gegründet.
Und so begrüße ich insbesondere die anwesenden
Gründungsmitglieder: Herbert Stertz, der ja auch unser
Ehrenvorsitzender ist, Detlef Tusk, Dr. Michael Schippan,
Friedrich-Wilhelm Mewes, Horst Schock, Erika Urban, Inge
Eschenhagen, Edith Stein, Franz Block und Bernhard Bismark.


Nach 20 Jahren wollen wir heute Rückschau halten auf das, was
wir in dieser Zeitspanne gemeinsam erreicht haben.
Wenn jetzt aber alles benannt werden sollte, was in den
zurückliegenden Jahren geleistet und bewegt wurde und wer,
wann, was in dieser Zeit für den Verein getan hat, würden wir
wohl heute nicht mehr zum Feiern kommen. Deshalb will ich
gern den Rat meiner Frau beherzigen, die gestern meinte: Die
Festrede darf nicht länger werden als eine Predigt.

Wir können heute zurückschauen auf eine große Anzahl von
Aktivitäten des Vereins, auf viele schöne Stunden, die wir
in froher Gemeinschaft erlebten und auf zahlreiche Projekte,
die zur Verschönerung des Stadtbildes und Erhöhung der
Lebensqualität unserer Bürger und Gäste beigetragen haben.
Da sind bspw. die Bepflanzungen zu nennen, die wir am
Prälatenweg, auf den Kriegsgräbern des Jungfernfriedhofs
und dem Kirchplatz in Toppel durchführen ließen, ebenso die
Kastanie vor der Sparkasse. Auch zahlreiche Bänke, die im
Stadtgebiet und bis hin nach Wöplitz zum Verweilen einladen
sind vom Verein gestiftet worden.

Denkmäler wurden restauriert oder ergänzt, wieder aufgestellt
oder neu geschaffen. Dazu zählen: Das Kriegerdenkmal in
Toppel, das Schifferdenkmal an der Uferpromenade, der
Wegweiser an der Ampelkreuzung, das Relief am Krugtor und
das sogenannte Marwitzdenkmal auf dem Stadtfriedhof.
Das größte Projekt des Vereins war die Sanierung der Mauer
zwischen Dom- und Krankenhausgelände. - Stiftersteine …
Ganz aktuell sind wir gerade dabei, einen Giebel der
ehemaligen Kreisverwaltung zu sanieren und zum
Willkommensgruß für die Gäste unserer Stadt zu gestalten. Hier
hat sich Dr. Nisch sehr engagiert.

Für all diese Arbeiten hat der Verein bisher über 60.000 Euro
ausgegeben. Da sind viele Fördermittel eingeflossen, die
Erika Rittner als unsere Schatzmeisterin in mühsamer Arbeit
eingeworben hat und so manche DM und mancher €uro unserer
Mitglieder. Herzlichen Dank! Sie sehen, ihr Geld ist gut
angelegt.

Und die Stadt sieht hoffentlich auch, dass wir nicht nur
gute Vorschläge für die Verbesserung des Stadtbildes und
wohlgemeinte Ratschläge einbringen – die längst nicht immer
willkommen sind, sondern selbst das Potenzial haben und
nutzen, so manches umzusetzen und Werte zu schaffen.
Dabei sind wir auch dem städtischen Bauhof immer wieder für
seine tatkräftige Unterstützung herzlich dankbar.
Zu den Werten, die auch Geld kosten, die aber finanziell
gar nicht zu bemessen sind, zählen die herausgegebenen
Regionalgeschichtlichen Beiträge, Sagen- und Heimathefte und
zuletzt die CD unserer Singegruppe.

Unschätzbar wertvoll sind immer wieder die regelmäßigen
Veranstaltungen des Vereins, die der Geselligkeit dienen und
die Zusammengehörigkeit der Mitglieder fördern:
Da sind zuerst die federführend von „uns Erika“ organisierten
Plattdeutschnachmittage und Plattdeutschfeste zu nennen, bei
denen unsere Singegruppe unter Leitung von Margarete Bartels
seit 12 Jahren eine tragende Rolle spielt.
Um die Weitergabe der plattdeutschen Sprache an den Schulen
bemühen sich seit Jahren Edith Läufer und Elke Joachim.
Auch Frau Harmel ist hier zu nennen, auch wenn sie noch kein
Vereinsmitglied ist. Bei Wettbewerben konnten ihre Schüler
immer wieder zahlreiche Preise mit nach Hause bringen.
Vergessen wollen wir auch nicht die hochinteressanten
Vorträge und die immer wieder sehr beliebten Exkursionen.

Sehr verbunden sind wir auch den Havelberger Schiffern, die
sich unter unserem Dach versammeln und deren Fahne wir
1998 mitfinanzierten. Die Geschichte der Havelschifffahrt hat
Herbert Stertz auf eindrucksvolle Weise in seinem dreibändigen
Werk dokumentiert. Er selbst hatte einst als Vorsitzender die
Arbeit des Havelberger Heimatvereins sehr voran gebracht und
geprägt.

Das neuste Aufgabenfeld des Vereins ist das noch in den
Kinderschuhen steckende „Kulturprojekt Stadtinsel“. Herzlich
danken wir allen, die bereit sind, dieses umfangreiche Vorhaben
mit anzupacken. Auch neue Mitglieder hat der Verein dadurch
gewonnen. Wünschen wir dem Projekt viel Zuspruch,
Unterstützung und Erfolg.

Liebe Freunde, wir können heute feststellen:
Dank der zahlreichen Aktivitäten findet unsere Vereinsarbeit
selbst über die Grenzen des Vereins hinaus immer wieder
Beachtung und Anerkennung.

Dazu wird unser Bürgermeister und Vereinsmitglied, Bernd
Poloski, im Anschluss sicher ein paar passende Worte finden.

Vieles könnte noch berichtet werden, manches wurde bereits
in den Jahresbriefen erwähnt. Einige unter uns werden gar
enttäuscht sein, weil ihr Engagement unbenannt blieb. Seien sie
bitte nachsichtig.

Doch allen, die die Arbeit des Havelberger Heimatvereins in
den vergangenen 20 Jahren mitgetragen haben - sei es durch
Rat und Tat oder durch ihren Mitgliedsbeitrag und ihre Spenden
- sei herzlichst gedankt. Ohne ihre Beteiligung wäre das alles,
worauf wir heute nicht ohne Stolz zurückblicken können, nicht
möglich gewesen.

Insbesondere möchte ich mich bei meinen Mitstreitern im
Vorstand bedanken:
Erika Rittner, Karla Martins, Renate Thiemann, und Dr. Hans-
Jürgen Nisch.

Ich danke ihnen für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit
und die bereitwillige Übername der zahlreichen Aufgaben.
Und wünsche ihnen auch weiterhin viel Freude und Energie für
den alltäglichen Kleinkram und die nächsten Projekte.

Gemeinsam danken wir ihnen allen, dass sie dem Verein
als Mitglieder die Treue halten und uns in unserer Arbeit
unterstützen.
Wünschen wir dem Verein viele weitere erfolgreiche Jahre und
stets engagierte Mitglieder, die mit großer Freude dabei sind.

Thomas Krispin, Vorsitzender

Der Vereinsvorsitzende, Thomas Krispin, dankt dem Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzenden, Herbert Stertz, anlässlich des 20jährigen Bestehens des Vereins für sein langjähriges Engagement. Bildmitte: Bürgermeister Bernd Poloski.
Bild: Ingo Freihorst