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Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins, sehr geehrte Gäste,
Zum diesjährigen Vereinsvergnügen möchte ich sie hier im "Hotel am Haven" recht herzlich begrüßen.
In diesem Jahr feiern wir zugleich das 15jährige Bestehen des Havelberger Heimatvereins, der am 10. Januar 1991 gegründet wurde.
Voll Freude und Dankbarkeit können wir auf diese 15 Jahre zurück blicken.
Wenn jetzt aber alles benannt werden würde, was in diesen Jahren geleistet und bewegt wurde und wer in dieser Zeit was für den Verein getan hat, würden wir wohl heute nicht mehr zum Feiern kommen. Deshalb will ich versuchen, mich kurz zu fassen - auch wenn dabei Wichtiges unter den Tisch fällt.
Wir schauen zurück auf viele Aktivitäten, auf viele schöne Stunden, die wir in froher Gemeinschaft erlebten und auf das, was wir an Erfahrungen und Erkenntnissen dazu gewonnen haben.
Wir freuen uns auch darüber, das die Vereinsarbeit selbst über die Grenzen des Vereins immer wieder Anerkennung findet.
Das machen bspw. die Worte unseres Bürgermeisters und Vereinsmitgliedes, Bernd Poloski vom 11. Mai 1999 deutlich. Er sagte u.a.:
"Mit Fug und Recht kann festgestellt werden, dass die bisherigen Ergebnisse auf dem Gebiet der Stadterneuerung entscheidend durch ihre große Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung bei der Umsetzung der kommunalen Vorhaben geprägt wurden. Insofern wünsche ich mir auch künftig eine enge und konstruktive Zusammenarbeit."
Dazu gehört auch die Anerkennung der Leistungen unserer Vereinsmitglieder Frida Steffen (Präsidentin der Plattdüütschen) und Herbert Stertz durch die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Havelberg anlässlich ihres 90. bzw. 75. Geburtstages.
Herbert Stertz hatte als Vorsitzender die Arbeit des Havelberger Heimatvereins sehr voran gebracht und geprägt.
Auch nachdem er 1999 den Vorsitz aufgab, setzte er sich weiterhin für die Belange des Vereins ein und war besonders in der Heimatforschung tätig. Sein erster Band über die Havelschifffahrt, der nach vielen Schwierigkeiten endlich im Frühjahr 2005 auf den Markt kam, fand bereits so guten Zuspruch, dass inzwischen eine zweite Auflage in Auftrag gegeben werden musste.
Der Verein selbst hat in den 15 Jahren seines Bestehens etliche Heimathefte mit regionalgeschichtlichen Beiträgen herausgegeben, ein weiteres ist in Arbeit, wobei sich besonders Henry Wobbe engagiert. Ein Sagenheft von Edgar Steiner wurde zweimal aufgelegt und auch die Gedichtbände und Lebenserinnerungen von Frida Steffen und unserem Ehrenvorsitzenden, Pastor Fincke, waren schnell vergriffen.
1999 zog mit Bernd Grunwald ein Vertreter des Vereins ins Stadtparlament ein. Nach wie vor gibt es aber auch regelmäßige Gespräche mit unserem Bürgermeister.
Im April 1999 wurde die Singegruppe ins Leben gerufen. Sie hat sich unter der professionellen musikalischen Leitung von Margarete Bartels sehr gut entwickelt und ist aus dem Vereinsleben gar nicht mehr wegzudenken - und wird selbst außerhalb des Vereins gern gehört.
Auch beim jährlichen Domfest hat sie schnell einen festen Platz gefunden. Der plattdeutsche Programmpunkt erfreut sich stets einer großen Zuschauerschar und der Einsatz beim Kuchenbasar wird von den anderen Helfern dankbar angenommen.
Eine tragende Säule des Vereins ist die plattdüütsche Gruppe. Die unter der Leitung von Erika Rittner organisierten monatlichen Veranstaltungen erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Allen, die sich dabei mit ihren Beiträgen einbringen sei herzlich gedankt.
Im Oktober wird es das nun schon 5. Plattdeutschfest geben, um dessen Vorbereitung sich vor allem wieder Henry Wobbe bemüht. Zu plattdeutschen Theateraufführungen ging es bisher nach Schwerin und 2 x nach Wittenberge.
Um die Weitergabe der plattdeutschen Sprache an den Schulen bemühen sich seit Jahren Edith Läufer und Elke Joachim. Bei Wettbewerben konnten ihre Schüler schon so manchen Preis mit nach Hause bringen.
Großen Zuspruch finden auch immer wieder die jährlichen Exkursionen - zumeist in die Prignitz.
Angeregt durch den Schifferverein gab es 2001 und 02 je eine zweite Fahrt. Einmal nach Roßlau und das andere Mal nach Hitzacker.
An die Bedeutung Havelbergs als Schifferstadt erinnert seit Oktober 2001 der Anker an der Havelpromenade. Hier haben sich besonders Peter Fromme und Herbert Stertz engagiert. Dankbar sind wir auch dem Bauhof für seine tatkräftige Unterstützung.
Seit der beschlossenen Havelrenaturierung sorgen sich die Schiffer sehr um den für unsere Region so wichtigen Fortbestand der Schifffahrt auf der Havel.
Im vergangenen Jahr haben wir uns auch besonders um zwei steinerne Zeugen der Vergangenheit bemüht. Zum einen um den historischen Wegweiser an der Ampelkreuzung - mit großer Unterstützung durch das Straßenbauamt, zum anderen um den Abguss eines alten Sandsteinreliefs am Krugtor, das im Frühjahr angebracht wird.
Vieles könnte noch berichtet werden, manches stand bereits in den Jahresbriefen.
Einige werden gar enttäuscht sein, weil ihr Engagement unerwähnt blieb.
Allen, die die Arbeit des Havelberger Heimatvereins bisher mitgetragen haben - sei es durch Rat und Tat oder durch ihren Mitgliedsbeitrag und ihre Spenden - sei herzlichst gedankt. Ohne ihre Beteiligung wäre das alles, worauf wir heute nicht ohne Stolz zurückblicken können, nicht möglich gewesen.
 Bürgermeister Bernd Poloski gratuliert dem Vorsitzenden des Havelberger
Heimatvereins, Thomas Krispin, zum 15jährigen Vereinsjubiläum
 Die Schatzmeisterin und Leiterin der Plattdüütschen Erika Rittner nimmt die Glückwünsche aus Kyritz von Annemarie Ostermeier entgegen
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