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 n-in-der-prignitz-immer-nur-sensationen/
SUMMARY:Das Königsgrab von Seddin in der Prignitz. Immer nur Sensationen?
DESCRIPTION:[caption id="attachment_5980" align="alignleft" width="335"] Se
 ddin\, Grabhügel des Königsgrabes\, Gemälde von Kurt Hahn\, 1927\, © M
 useum Perleberg[/caption]\n\nspätestens seit 1899 ist die Prignitz hochse
 nsibilisiert\, wenn es um archäologische Themen und Funde ging und geht. 
 Das damals entdeckte Königsgrab wurde zum festen Bestandteil der Wissensv
 ermittlung in den Schulen und durfte in keinem Heimatkundeunterricht fehle
 n. Seddin wurde zu einer wahren Wallfahrtsstätte für Schulklassen\, Arch
 äologen und Touristen und auch die Fachliteratur widmete sich intensiv de
 m Grab von Seddin. Der damalige Landrat Traugott von Jagow (1865-1941) ord
 nete zudem an\, archäologische Funde im Kreis zu behalten und in den 1904
  und 1905 gegründeten Museen zu Havelberg und Perleberg abzuliefern. Dies
 es Bestreben wurde auch von der Presse unterstützt. So wurde 1911 in den 
 Prignitzer Nachrichten dazu aufgerufen\, „Altertümer nicht an das Märk
 ische Museum in Berlin zu geben\, sondern in der Heimat zu belassen: ‚..
 . traurig genug\, dass der wichtigste Fund der Prignitz (Seddin) schon Eig
 entum der Stadt Berlin geworden ist ... der Prignitzer hat keine Veranlass
 ung\, der Stadt Berlin an Geschenken etwas zuzuwenden.'" Die Anfang der 19
 30er Jahre durch Frau Dr. Waldtraut Bohm (1890-1969) geleitete archäologi
 sche Landesaufnahme im Kreis Westprignitz\, die viele Funde und noch mehr 
 Erkenntnisse zur vorgeschichtlichen Siedlungstätigkeit in unserer Heimat 
 ergab\, schärfte das Bewusstsein der Prignitzer für archäologische Them
 en und daher beherbergt unser Museum bis heute eine der umfangreichsten ar
 chäologischen Sammlungen der Mark Brandenburg überhaupt. Als 1930 schlie
 ßlich Nachbildungen der Funde aus dem Königsgrab auch in das Perleberger
  Museum gelangten\, konnte damit eine bis dahin schmerzlich empfundene Lü
 cke in der Präsentation der Bronzezeit im Museum geschlossen werden. Sedd
 in und sein Königsgrab sind bis auf den heutigen Tag zentrales Ziel arch
 äologischer Forschungen und seit Jahren finden hier offizielle Grabungen 
 durch Archäologen und Studenten statt\, so auch 2022 und wieder unter der
  Leitung von Dr. Immo Heske von der Georg-August-Universität Göttingen.\
 nAuch in diesem Sommer ist ein Grabungsteam unter der Leitung von Immo Hes
 ke im Umfeld des Königsgrabes aktiv und versucht\, Stück für Stück etw
 as über das Leben zur Zeit von König Hinz um 900 v. Chr. zu erfahren. Dr
 . Immo Heske\, Kustos der Lehrsammlung des Seminars für Ur- und Frühgesc
 hichte der Georg-August-Universität Göttingen berichtet über die aktuel
 len Ausgrabungen im Umfeld des Königsgrabes von Seddin. Sind es Sensation
 en oder der Grabungsalltag? Er wagt auch einen Blick in die Zukunft. Für 
 die kommenden Jahre wird mit einem großen Forschungsprojekt ein erheblich
 er Wissenszuwachs erwartet. Und im Vorfeld des "König Hinz Events"\, das 
 nach mehreren Jahre Pause nun am 10. September wieder stattfindet\, kommen
  die bronzezeitlichen Kulte auch nicht zu kurz.\nDiese Fragen und mehr bea
 ntwortet Dr. Immo Heske während seines Abendvortrages am 08. September 20
 22 um 19 Uhr im Stadt- und Regionalmuseum.\nDie Teilnehmer der diesjährig
 en Grabungsaktion sind ebenfalls am 8. September zu Gast im Museum und wir
  bieten im Museumshof dann auch Bockwurst und Brot an. Kommen Sie gerne vo
 rbei\, wir freuen uns über Ihre Anmeldung. Der Eintritt kostet für den A
 bend 5 €\, ermäßigt 3 €. Bitte melden Sie sich für eine bessere Pla
 nung vorher unter der Telefonnummer (03876) 781 422 oder per E-Mail unter 
 museum@stadt-perleberg.de an. Wenn die Witterung es zulässt\, werden wir 
 den Museumshof für den Vortragsabend nutzen.
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