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SUMMARY:Vortrag zur Geschichte des Domstifts Havelberg
DESCRIPTION:Text und Bild: © Dr. Uwe Czubatynski\nTrauriges Ende: Vor 20
 0 Jahren wurde das Domkapitel Havelberg aufgehoben\n[caption id="attachmen
 t_1552" align="alignleft" width="300"] Dr. Uwe Czubatynski im Büro des Do
 mstiftsarchivs in Brandenburg an der Havel[/caption]\nVor nunmehr genau 20
 0 Jahren wurde das Havelberger Domkapitel aufgelöst. Mehr als 650 Jahre l
 ang hatte dieses Kollegium der Domherren bestanden und die Geschicke des D
 oms und des Bistums Havelberg wesentlich mitbestimmt. 1819 fiel es endgül
 tig den Reformen des preußischen Staates zum Opfer\, der nach den napoleo
 nischen Kriegen hoch verschuldet war. Aus diesem Anlass wird am Freitag\, 
 dem 15. März auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde um 19 Uhr ei
 n Vortrag im Paradiessaal des Domes stattfinden\, zu dem alle Interessente
 n herzlich eingeladen sind. Als Referent konnte Dr. Uwe Czubatynski gewonn
 en werden\, der sich als Vorsitzender des Vereins für Geschichte der Prig
 nitz e.V. schon vielfach mit der Havelberger Historie beschäftigt hat. Du
 rch seine jetzige Tätigkeit als Archivar des Domstifts Brandenburg steht 
 ihm wichtiges Quellenmaterial zur Verfügung\, das auch die Havelberger Ge
 schichte anschaulicher machen kann.\nMit dem Vortrag soll zunächst der Ve
 rsuch unternommen werden\, auf verständliche Art und Weise zu zeigen\, wa
 s die Domkapitel waren und welche Funktionen durch die einzelnen Domherren
  ausgeübt wurden. Die Domkapitel von Havelberg\, Brandenburg und Ratzebur
 g hatten im Mittelalter zudem eine besondere Gemeinsamkeit: Sie waren zugl
 eich klösterliche Gemeinschaften\, die (bis 1507) dem Prämonstratenseror
 den angehörten. Durch die Reformation wurden im 16. Jahrhundert zwar die 
 Bistümer aufgelöst\, nicht aber die Domkapitel. Die Besitzungen der Bisc
 höfe fielen an die brandenburgischen Kurfürsten\, die auf diese Weise ga
 nz handfest von der Reformation profitierten. Die Domkapitel blieben aber 
 als evangelische Einrichtungen bestehen und fungierten auch weiterhin als 
 Obrigkeit für eine ganze Reihe von umliegenden Dörfern. Als Domherren wu
 rden in zunehmendem Maße nur noch Adlige gewählt. In aller Regel handelt
 e es sich um hochgestellte Personen\, die im Militär oder in der Staatsve
 rwaltung wichtige Funktionen wahrnahmen. Die Verleihung einer Domherrenste
 lle\, die auch mit beträchtlichen Einkünften verbunden war\, galt als be
 sondere Auszeichnung.\nNachdem im Jahre 1806 das Heilige Römische Reich D
 eutscher Nation aufgehört hatte zu existieren\, durchlebte auch das Köni
 greich Preußen eine tiefe Krise. Durch die französische Besetzung hoch v
 erschuldet\, beschloss man 1810\, alle geistlichen Besitzungen zugunsten d
 er Staatskasse einzuziehen. In Havelberg hoffte man noch mehrere Jahre hin
 durch\, von diesem radikalen Entschluss verschont zu werden. 1817 verfügt
 e jedoch der König abermals die Aufhebung des Domkapitels. Anfang 1819 wu
 rde dieser Beschluss auch in die Tat umgesetzt. Fortan wurden die Besitzun
 gen durch ein königliches Rentamt verwaltet. Der Vortrag will auch darauf
  aufmerksam machen\, welche Folgen dieser Schritt bis zum heutigen Tag mit
  sich gebracht hat. Da sich seitdem der Dom und seine Nebengebäude in Sta
 atsbesitz befinden\, muss auch die öffentliche Hand für seine Erhaltung 
 aufkommen. Aus dieser besonderen Konstellation ergeben sich interessante u
 nd aktuelle Fragen\, die im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden kö
 nnen.
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LOCATION:Paradiessaal im Dom St. Marien\, Domplatz 3\, Hansestadt Havelberg
 \, Sachsen-Anhalt\, 39539\, Prignitz\, Deutschland
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