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 und-memorialkultur/
SUMMARY:Vortrag zur Sonderausstellung „Zum ehrenden Gedächtnis. Die Adel
 slandschaft der Prignitz – ihre Ahnen- und Memorialkultur“
DESCRIPTION:Liebe Freunde unseres Hauses\,\n\n\n[caption id="attachment_588
 5" align="alignleft" width="208"] Wappen der Familie v. Moellendorff in de
 r Kirche zu Guhlsdorf (17. Jh.).\, Quelle: Stadtarchiv\, Stadt- und Region
 almuseum[/caption]\n\nim Rahmen unserer aktuellen Sonderausstellung „Zum
  ehrenden Gedächtnis. Die Adelslandschaft der Prignitz – ihre Ahnen- un
 d Memorialkultur“ halte ich am Montag\, dem 4. Juli 2022 um 19:00 Uhr i
 m Stadt- und Regionalmuseum Perleberg einen Vortrag über adlige Lebenswel
 ten in der Prignitz. Ich hoffe\, dass Sie trotz der schönen Sommerzeit\, 
 Lust auf einen unterhaltsamen Abend im Museum haben.\nDas Thema scheint na
 ch einer politisch bedingten Abstinenz zwischen 1945 und 1989 und einer da
 nn folgenden Konjunktur in den 1990er Jahren seit einiger Zeit wieder abzu
 flauen und aus dem Focus des allgemeinen Interesses zu geraten. Dennoch un
 d gerade deswegen\, widmet sich das Stadt- und Regionalmuseum nach länger
 er Zeit einmal wieder dem Prignitzer Adel\, und das mit wirklich herausrag
 enden\, selten zu bestaunenden Exponaten. Bis Ende Juli wird die Ausstellu
 ng noch zu sehen sein. Nun also ein Vortragsabend im Museum zur spannenden
  Thematik der adligen Lebenswelten.\nDie Adelslandschaft der Prignitz ist 
 so alt\, wie die Städte und Dörfer unserer Heimat. Es waren zunächst An
 gehöriger alter Adelsgeschlechter\, die mit dem Wendenkreuzzug Markgraf A
 lbrechts des Bären als Lehnsträger und Ritter in die Prignitz kamen und 
 hier als militärische Vorposten das ostelbische Besiedlungswerk des 12. u
 nd 13. Jahrhunderts im Auftrage der Markgrafen von Brandenburg und der Hav
 elberger Bischöfe in Gang setzten oder sogar selbst als Gründer und Stif
 ter in Erscheinung traten\, wie z. B. die Gans Edlen Herren zu Putlitz.\nE
 inige dieser altadligen Geschlechter blieben jahrhundertelang in der Prign
 itz sesshaft (u. a. die Gans Edlen Herren zu Putlitz\, v. Moellendorff\, v
 . Platen\, v. Graevenitz\, v. Winterfeld\, v. Rohr). Erst durch die Machen
 schaften der sozialistischen Diktatur\, die nach dem Kriegsende 1945 in de
 r damals sowjetisch besetzten Zone Deutschlands begannen\, verschwand hier
  die einst so prägend für das Land und die Gesellschaft gewesene Adelsla
 ndschaft für lange Zeit.\nDie aktuelle Sonderausstellung des Museums widm
 et sich generell der Prignitzer Adelswelt und im Besonderen ihrer Memorial
 kunst. Neben den Grabmonumenten\, die in den Kirchen den Angehörigen der 
 alten Familien gesetzt wurden\, waren es in den Herrenhäusern besonders d
 ie Ahnengalerien\, die die Erinnerung an die einzelnen Mitglieder wachhiel
 ten.\n\n[caption id="attachment_5884" align="alignright" width="336"] Rüh
 städt\, Gutshaus der Familie v. Jagow im Jahre 1859\; 1782 erbaut\, Litho
 graphie von A. Borchel nach einer Vorlage von C. G. Gemeinert (Verlag Alex
 ander Duncker). Quelle: Stadtarchiv\, Stadt- und Regionalmuseum[/caption]\
 n\nEs sind vor allem auch die alten ländlichen Wohnsitze\, die Gutshäuse
 r\, Gutshöfe und Gutsparks\, die unser Bild von den adligen Lebenswelten 
 bestimmen. Die vielen Rittergüter\, die sich bis zum Ende des 18. Jahrhun
 dert fast ausschließlich in adliger Hand befanden\, bildeten jenen Mikrok
 osmos adliger Lebenswelten\, der auch in der wichtigen Rückschau noch heu
 te fasziniert und die Gedankenwelt anregt. Die ländlichen Wohnsitze der 
 alten und neuen Familien des Adels sind bis heute die sichtbarsten Denkmä
 ler adligen Wirkens in der Prignitz und prägen die Kulturlandschaft noch 
 immer. Ich werde am 4. Juli aus meinen jahrzehntelangen Forschungen berich
 ten\, einige der alten Familien und besonders ihre Besitzungen in Wort und
  Bild vorstellen und dabei einen großen Bogen vom Beginn der deutschen Be
 siedlung der Prignitz um 1200 bis zum Jahre 1945 spannen. Besuchen Sie mit
  mir auf dieser kurzweiligen Reise in die Prignitzer Geschichte so faszini
 erende alte Herrensitze wie z. B. Stavenow\, Eldenburg\, Dallmin\, Krampfe
 r\, Demerthin\, Plattenburg\, Hoppenrade\, Rühstädt oder Wolfshagen\, um
  nur einige zu nennen. Lernen sie die einstigen Besitzerfamilien\, ihre Le
 bensverhältnisse und ausgewählte Persönlichkeiten und interessante Bege
 benheiten zu den historischen Stätten kennen. Es lohnt sich.Kommen Sie vo
 rbei\, wir freuen uns über Ihre Anmeldung. Der Eintritt kostet für den A
 bend 5 Euro\, ermäßigt 3 Euro. Bitte melden Sie sich für eine bessere P
 lanung vorher unter der Telefonnummer (03876) 781 422 oder via E-Mail unte
 r museum@stadt-perleberg.de an.\n
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  Brandenburg\, 19348\, Prignitz\, Deutschland
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