Schüler erfreuen mit „Aschenputtel“ auf Platt

Text und Bilder von Wolfgang Masur
Volksstimme, 18. Dezember 2015, Seite 17, Elb-Havel-Echo

Adventsfeier im Evangelischen Seniorenzentrum Havelberg

Die plattdeutsche Sprache ist vielen Senioren geläufig und daher freuten sie sich auch sehr über die lustige und plattdeutsche Version vom Aschenputtel, die von der plattdeutsch Gruppe der Schule aufgeführt wurde.

Die plattdeutsche Sprache ist vielen Senioren geläufig und daher freuten sie sich auch sehr über die lustige und plattdeutsche Version vom Aschenputtel, die von der plattdeutsch Gruppe der Schule aufgeführt wurde.

Die Wohngruppen 2 und 3 im evangelischen Seniorenzentrum Havelberg hatten sich vor Kurzem zu einer gemütlichen Adventsfeier zusammengesetzt. Der weihnachtlich geschmückte Aufenthaltsbereich war bis auf den letzten Platz besetzt und Betreuungsassistentin Petra Kuropka begrüßte die Bewohner und deren Angehörige. Sie kündigte auch gleich den ersten Programmpunkt des Nachmittages an, denn die Platt sprechenden Kinder der Havelberger Sekundarschule, unter der Leitung von Elke Joachim, standen schon in den Startlöchern. Ebenso wie beim Plattdeutschnachmittag zeigten sie den Senioren die moderne Version vom Aschenputtel und ernteten viel Beifall. Den gab es auch für die Theatergruppe der Sekundarschule, die von Andrea Wellenberg geleitet wird. Die Theaterkinder kamen alle als Tiere verkleidet daher und Andrea Wellenberg steckte in einem Eselskostüm. Der lustige Auftritt erfreute die Zuschauer und für alle Schüler gab es Süßigkeiten als Dank für das gelungene Programm. Dann stand aber das gemeinsame Kaffeetrinken im Mittelpunkt und der Duft von Plätzchen und Kaffee lag in der Luft. Nach dem Kaffeetrinken hatte die Sandauer Schülerin Jessica Zimmermann – sie erkämpfte sich vor Kurzem beim plattdeutschen Vorlesewettbewerb auf Landesebene einen hervorragenden dritten Platz – ihren Auftritt. Sie präsentierte den Senioren eine lustige Weihnachtsgeschichte auf Plattdeutsch und bekam dafür, neben viel Applaus, auch ein kleines Weihnachtspräsent. Christina Blume griff dann beherzt in die Seiten ihrer Gitarre und sang mit den Bewohnern weihnachtliche Weisen. Petra Kuropka präsentierte ein Weihnachtsgedicht und Veronika Schilling erzählte eine Weihnachtsgeschichte. Die weihnachtliche Stimmung war auf dem Höhepunkt und die Pflegedienstleiterin Anke Rehfeld sowie die Mitarbeiter der Betreuung

Die Schüler der Sekundarschule, hier die Theatergruppe, die als Tiere daher kam, kamen auch auf engsten Raum zurecht. Die „Kuh“ schlug vor zum Fest ordentlich zu saufen und bekam Ärger mit dem Esel.

Die Schüler der Sekundarschule, hier die Theatergruppe, die als Tiere daher kam, kamen auch auf engsten Raum zurecht. Die „Kuh“ schlug vor zum Fest ordentlich zu saufen und bekam Ärger mit dem Esel.

Rena Sander, Mandy Schäler und Frank Wolter zeigten sich mit ihren Vorbereitungsarbeiten zufrieden. „Dabei wurden wir von der Angehörigen Brigitte Knakrügge unterstützt und dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Ein Dankeschön auch an all denen, die immer wieder zum Gelingen gemeinsamer Veranstaltungen beitragen“, so Petra Kuropka. Mit dem Abendbrot – es wurde ein drei Gänge Menü serviert – klang die Adventsfeier besinnlich aus.

 

Plattsnackerkinnigs überraschen Gäste mit „Aschenputtel“

Text und Bilder von Wolfgang Masur
Volksstimme, 17. Dezember 2015, Seite 17, Elb-Havel-Echo

Heimatverein freut sich über viele Freunde der plattdeutschen Sprache beim vor-weihnachtlichen Nachmitteag im Paradiessaal

Havelberg | Bis auf den letzten Platz war der Paradiessaal am Havelberger Dom zum vorweihnachtlichen Plattdeutschnachmittag des Havelberger Heimatvereins gefüllt. Unter den vielen Gästen aus der Hanse- und Domstadt waren aber auch zahlreiche Besucher aus der benachbarten Prignitz. Mit dem Weihnachtslied „Sünd de Lichter nu anzündet …“ eröffnete die plattdeutsche Singegruppe, unter der Leitung von Margarete Bartels, den letzten Plattnachmittag im Buga-Jahr 2015.
Die Leiterin der Havelberger Plattsnacker und Moderatorin Heide Schumann begrüßte dann die Gäste aus nah und fern und besonders die Plattfreunde aus Kyritz, Großderschau und Quitzöbel, zu denen die Havelberger Gruppe einen engen Kontakt pflegt.

Der Havelberger Nis Clason hatte wieder lustige plattdeutsche Geschichten von der Küste dabei

Der Havelberger Nis Clason hatte wieder lustige platt-deutsche Geschichten von der Küste dabei

Von den Kyritzer Plattsnackern war Annemarie Ostermeier mit dabei.

Von den Kyritzer Plattsnackern war Annemarie Ostermeier mit dabei.

Helga Klein, Vorsitzende des Heimatvereins Großderschau, brachte einen plattdeutschen Beitrag mit.

Helga Klein, Vor-sitzende des Hei- matvereins Groß-derschau, brachte einen plattdeut-schen Beitrag mit.

„Viele fleißige Helfer, wie etwa das Team um Küster Andreas Engel und die Singegruppe haben dafür gesorgt, dass der Paradiessaal so weihnachtlich schön geschmückt ist. Vielen Dank dafür. Dank auch all den Kuchenspendern und Bäckern sowie den Frauen am Kuchenbuffet und denen, die wieder zum Gelingen unserer Veranstaltung beitragen“, so Heide Schumann.

Die-90-jährige-Christa-Grähn-aus-Großderschau-erzählte-eine-heitere-und-wahre-Geschichte-von-1946

Die 90 jährige Christa Grähn aus Großderschau erzählte eine heitere und wahre Geschichte von 1946

Aus-gesundheitlichen-Gründen-konnte-die-Nitzowerin-Rotraut-Stock-nicht-mitsingen-aber-für-ein-Gedicht-reichte-die-Stimme.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte die Nitzowerin Rotraut Stock nicht mitsingen aber für ein Gedicht reichte die Stimme.

 

Sie kündete dann die „Plattsnackerkinnings“ der Sandauer Grundschule, die unter der Leitung von Bärbel Harmel das Platt erlernen, an. Für ihren Auftritt ernteten der Nachwuchs viel Applaus und wurde mit kleinen Weihnachtsgeschenken und den aufmunternden Worten: „Macht weiter so!“, verabschiedet. Ähnlich erging es den Havelberger Schülern, die unter der Obhut von Elke
Joachim stehen. Sie präs
entierten den Zuhörern das Märchen vom Aschenputtel in einer modernen, aber platten Version. Renate Thiemann, die die organisatorische Leitung der Havelberger Plattsnacker innehat, überreichte auch hier den Schülern und der Lehrerin Präsente.

Platt,Havelberg

Sophie Schmok, Antonia Lösch, Maria Davideit, Jessica Zimmermann, Lilli und Noah Freundt (von links) spielten Aschenputtel.


Der Chor war wieder an der Reihe und erfreute mit weihnachtlichem Gesang die Anwe-senden. Darunter wieder Lieder, zu denen die Leiterin Margarete Bartels die Melodien und die zweite Stimme geschrieben hat. „Unsere Lieder künden von der Stillen Zeit und stimmen so sachte auf die Weihnachtszeit ein. Wir haben heute mit „Dat is de stille Tiet in’t Joahr, immer wenn dat Wiehnacht ward“ und „Wiehnacht kümmt bald“ zwei Premieren dabei, die in hochdeutschen Texten vorlagen und die ichdann „platt“ gemacht habe“, verriet Heide Schumann. Das zweite Lied ist von Franz Fischer aus Premnitz, der auch einige Buga-Lieder geschrieben hatte und jetzt beim Plattnachmittag in Havelberg dabei war.

Platt-02, Viel Applaus gab es für alle Darbietungen.

Viel Applaus gab es für alle Darbietungen. So auch für die Sandauer Plattsnacker, Gina Weis, Johanna Meinschien, Theresa Klingenschmidt, Emely Wesenberg und Julienne Brandenburg (von links), die bei Bärbel Harmel lernen.


Die Nitzowerin Rotraut Stock, Christa Grähn – die 90-jährige kommt aus Großderschau, ebenso wie Helga Klein, die Kyritzerin Annemarie Ostermeier und der Havelberger Nis Clason begeisterten dann die Gäste im Paradiessaal mit ihren plattdeutschen Beiträgen.

Am 30. Januar gibt´s den nächsten Plattdeutschtreff

Platt, Die plattdeutsche Singegruppe unter der Leitung von Margarete Bartels mit dem „Treckfidel“ und Christina Blume auf der Gitarre, erfreute

Die plattdeutsche Singegruppe unter der Leitung von Margarete Bartels mit dem „Treckfidel“ und Christina Blume auf der Gitarre, erfreute.                                                    Bilder von Wolgang Masur

Es wurde viel gelacht und bei den Weihnachtsliedern, soweit sie bekannt waren, mitgesungen. Die Wünsche zum Fest kamen dann zum Schluss des gelungenen Programmes. „Frohe Wiehnacht un een glücklichet Joahr 2016 richten wir an alle Freunde der plattdeutschen Sprache. Besonders an die, die aus gesundheitlichen Gründen heute nicht dabei sein können, so wie Dr. Hans-Jürgen Nisch, Käthe Lörzer, Renate Krause, Hildegard Lehmann und Wolfgang Raake“, verabschiedete Heide Schumann sich im Namen aller Darsteller.
Der nächste plattdeutsche Nachmittag ist für Samstag 30. Januar in der Havelberger Kegelhalle geplant.