Elbelandschau fand zum 16. Mal statt

Text und Foto von Wolfgang Masur
Volksstimme, 26. November 2016, Seite 18, Elb-Havel-Echo

   Zum 16. Mal hat in Schönhausen die Elbelandschau der Kleintierzüchter stattgefunden. Diese richtige Antwort auf die Rätselfrage der vergangenen Woche wussten fast alle Teilnehmer am Volksstimme Preisrätsel. Hühner, Enten, Tauben und Kaninchen wurden in der Reithalle ausgestellt. Die drei Gewinner von jeweils zehn Euro sind Renate Peters aus Nierow, Mandy Liebsch aus Dahlen und Regina Brütt aus Havelberg.
   Herzlichen preisraetsel-2Glückwunsch! Der Postbote bringt demnächst den Scheck ins Haus. Die neue Rätsel frage: In welcher Straße befindet sich das Haus, an dem am vergangenen Sonnabend die Nachbildung der „Seejungfrau des Zaren“ auf Initiative des Heimatvereins Havelberg angebracht worden ist? Ihre Antwort schicken Sie bitte bis Donnerstag an die Volksstimme, Schulstraße 8 in 39539  Havelberg. 

 

Seejungfrau des Zaren grüßt vom Backhaus

Text und Bild von Andrea Schröder (ans)
Volksstimme, 20. November 2016, Seite 17, Elb-Havel-Echo

Die Legende besagt, dass der Zar in Havelberg eine Seejungfrau geschnitzt haben soll. Am alten „Backhaus“ hängt jetzt eine Nachbildung.

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Kameraden der FFW brachten am Freitag das hölzerne Relief am Giebel der Havelstraße 44 an. Foto: Wolfgang Masur

Havelberg l Die Seejungfrau benötigt Wasser. Wohl deshalb hat es am Sonnabend-nachmittag ausgerechnet in dem Moment geregnet, als das hölzerne Relief eingeweiht wurde. Der langjährige Vorsitzende desHeimatvereins Havelberg, Herbert Stertz, hatte 2003 seinen Wunsch geäußert, die dem Zaren zugeschriebene Seejungfrau wieder an ihren Platz in der Havelstraße 44 anzubringen. 13 Jahre später war es nun soweit. Das 300-jährige Jubiläum des Zarenbesuches nahm der Heimatverein zum Anlass, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Das Tuch wird vom Korb der Drehleiter aus abgenommen, die Nachbildung der Seejungfrau des Zaren ist für jedermann sichtbar. Foto: Andrea Schröder

Das Tuch wird vom Korb der Drehleiter aus abgenommen, die Nachbildung der Seejungfrau des Zaren ist für jedermann sichtbar.                                                                           Foto: Andrea Schröder

Der stellvertretende Vereinsvor-sitzende Frank Ermer begrüßte neben Bürgermeister Bernd Poloski einige Mitglieder des Vereins sowie weitere Zuschauer und dankte Steffen Menze, der das neue Flachbildrelief geschnitzt hat. Der Schollener, der bereits den Zarenaktionstag im August mitgestaltet hatte, hat nach der Fotografie im Prignitz-Museum die neue Seejungfrau aus Holz angefertigt. Der Havelberger Sven Hetke übernahm den technischen Teil der Anbringung und sorgte dafür, dass das Relief per Spezialkleber an den Giebel angebracht werden konnte. Unterstützung kam außerdem von der Havelberger Feuerwehr. Wehrleiter Ulrich Ziegler sowie Sven Schumacher, Kevin Deich und Lukas Graff waren bereits am Freitag am Werk. Mit der Drehleiter ging es in luftige Höhe, fünf Löcher mussten gebohrt werden. Am Sonnabend ging es mit der Drehleiter noch einmal nach oben, um die Seejungfrau zu enthüllen.

Frank Ermer (mitte) dankt Steffen Menze (rechts) sowie den Feuerwehrleuten um Ulrich Ziegler für die gute Arbeit.

Frank Ermer (mitte) dankt Steffen Menze (rechts) sowie den Feuerwehrleuten um Ulrich Ziegler für die gute Arbeit.                      Foto: Andrea Schröder

Die Legende besagt – so erfuhren es die Besucher am Abend auch beim szenischen

Vortrag im ArtHotel –, dass der russische Zar Peter I. auf seiner Rückreise von Holland die Schiffbauerei in Havelberg besuchte, um hier seine in Saardam erworbenen Kenntnisse zu üben. In einem Giebelstübchen des alten Schiffskruges gegenüber der einstigen Werft, der späteren Gastwirtschaft von Carl Wilhelm Backhaus, soll er das Bildwerk geschnitzt haben.

Die Nachbildung der Seejungfrau hängt am Giebel der Havelstraße 44. Foto: Andrea Schröder

Die Nachbildung der Seejungfrau hängt am Giebel der Havelstraße 44.                                                                                       Foto: Andrea Schröder

Legenden und Tatsachen zum Zarenbesuch

Text von Andrea Schröder (ans)
Volksstimme, 12. November 2016, Seite 15, Elb-Havel-Echo

Eind Grafik zur Seejungfrau von Armin Münch

Eind Grafik zur Seejungfrau von Armin Münch        Foto: Museum

In diesen Novembertagen jährt sich der Besuch des russischen Zaren Peter I. in Havelberg zum 300. Mal. In der Wintervortragsreihe des Heimatvereins Havelberg spielt dieses histori-sche Ereignis am kommenden Sonnabend, 19. November, eine Rolle. Denn dann geht es ab 18.30 Uhr im ArtHotel um „Legenden und Tatsachen um den Zarenbesuch 1716 in Havel-berg“. Es wird ein szenischer Vortrag mit Zitaten, Anekdoten und Sagen rund um das Treffen des Zaren mit dem preußischen König Friedrich Wilhelm I.
Antje Reichel, Simone und Ralf Dülfer, Lars Kripke und Sabine Ball gehen den Fragen auf den Grund, weshalb Zar Peter der Große auf Reisen gegangen ist, was er in Havelberg machte und mit wem er sich hier traf und was man sich später darüber erzählte.
Zu sehen sind an diesem Abend auch die Grafiken von Armin Münch aus der aktuellen Kabinettausstellung des Prignitz-Museums -unter dem Titel „Die Havelberger Galionsfigur“. Als der Künstler 1977 Havelberg besuchte, hörte er von der Legende, dass Peter der Große hier gewesen sei, auf der hiesigen Seeschiffswerft gearbeitet und eine Seejungfer als Gali-onsfigur geschnitzt haben soll. 1996 schenkte er dem Museum zwei Grafikmappen – das Ergebnis seines Besuches. Die Zeichnungen zeigen seine ganz eigenwillige Sicht auf die geschichtlichen Ereignisse.
Der Eintritt kostet für Mitglieder des Heimatvereins drei Euro, für Nichtmitglieder fünf Euro. Nähere Informationen gibt es im Prignitz-Museum unter Telefon 039387/214 22.

Link zum Beitrag in der Volksstimme am 12. November 2016.