Seit 25 Jahren für die Stadt im Einsatz

Text u. Bild von Andrea Schröder
Volksstimme, 23. Mai 2016, Seite 17, Elb-Havel-Echo

Heimatverein feiert sein Jubiläum / Ehrenmitgliedschaft für die 96-jährige Käthe Lörzer

Sie ist fester Bestandteil des Heimatvereins und trägt die Heimatliebe in Musik und Texten auch über die Stadtgrenzen hinaus: Die plattdeutsche Singegruppe. Leiterin Margarete Bartels (rechts) wurde zum Jubiläum mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Hansestadt geehrt.

Sie ist fester Bestandteil des Heimatvereins und trägt die Heimatliebe in Musik und Texten auch über die Stadtgrenzen hinaus: Die plattdeutsche Singegruppe. Leiterin Margarete Bartels (rechts) wurde zum Jubiläum mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Hansestadt geehrt.

Seit 25 Jahren engagiert sich der Heimatverein Havelberg für die Stadt und die Menschen, die hier wohnen. Einen Rückblick auf das Erreichte und die nächsten Ziele gab es beim Jubiläumsfest am Freitag im Mühlenholz.

Unter den Eichen auf der Terrasse des Gasthauses Mühlenholz begrüßte der Vorsitzende des Heimatvereins Havelberg Hans-Jürgen Nisch die Mitglieder des Heimatvereins sowie Gäste, zu denen Bürgermeister Bernd Poloski, Stadtratsvorsitzender Wolfgang Schürmann, Sozialausschussvorsitzende Doreen Müller sowie Vertreter von  Vereinen gehörten. Ein besonderes Willkommen galt dem einstigen Vorsitzenden Thomas Krispin, der den Verein  von 1999 bis 2011 geleitet hatte. Ein Gruß ging an den ersten Vorsitzenden Herbert Stertz und weitere Mitglieder, die nicht anwesend sein konnten.

Gina Weis, Sarah Neumann und Theresa Klingenschmidt von der Plattdeutschgruppe Sandau überbrachten Grüße.

Gina Weis, Sarah Neumann und Theresa Klingenschmidt von der Plattdeutschgruppe Sandau überbrachten Grüße.

Den Anstoß zur Gründung eines Heimatvereins Havelberg hatte der ehemalige Leiter der Touristinfo Detlef Tusk einst gegeben, erinnerte der heutige Vorsitzende an den Beginn. Im Januar 1991 gab es im Prignitz-Museum mit 30 Teilnehmern die Gründungsversammlung. Herbert Stertz übernahm nicht nur den Vorsitz, der ehemalige  Lehrer setzte sich auch für die Fortsetzung der Heimatheftreihe ein. Inzwischen ist diese allerdings seit einigen Jahren eingestellt. Ehrenvorsitzender war Pfarrer i.R. Hans-Joachim Fincke. Zehn Jahre nach seiner Gründung hatte der Verein rund 250 Mitglieder. Heute sind es genau 203 – neue Mitstreiter sind immer willkommen, so der Arzt im Ruhestand, der als langjähriger Vize 2015 den Vorsitz übernommen hatte.
Der Heimatverein hat viel zur Verschönerung Havelbergs beigetragen. Der stellvertretende Vorsitzende Frank Ermer hatte darüber erst vor kurzem einen Vortrag gehalten (die Volksstimme berichtete). Inklusive Fördergeldern wurden 66 427

Stadtratsvorsitzender Wolfgang Schürmann (rechts) gratulierte dem Chef des Heimatvereins Hans-Jürgen Nisch zum Jubiläum.

Stadtratsvorsitzender Wolfgang Schürmann (rechts) gratulierte dem Chef des Heimatvereins Hans-Jürgen Nisch zum Jubiläum.

Euro investiert. Unter anderem in die Sanierung der Dommauer, die Gestaltung der Fassade am Giebel des Kreisgebäudes in der Genthiner Straße, die Sanierung des Kriegerdenkmals in Toppel, das Aufstellen des Schifferdenkmals an der Uferpromenade und das Denkmal für die alte Sandauer Brücke. Diverse Bänke wurden vom Heimatverein gesponsert und so Oasen zum Verweilen geschaffen. Ein Blickfang sind die lebensgroßen Fische an der Bauhoffassade in der Genthiner Straße. Nach der Buga kümmert sich der Heimatverein um die Pflege des alten Domfriedhofes als Parkanlage. Die Arbeitsgruppe Stadtgrün sorgt sich seit Jahren um ein schönes Aussehen der Stadt.
Eine feste Säule sind die Plattdeutschgruppe und die plattdeutsche Singegruppe, die die Sprache und ihre Verbundenheit zur Heimat weit über die Stadtgrenzen hinaus tragen. Stellvertretend für alle, die sich dort engagieren, wurde die Leiterin der Singegruppe, Margarete Bartels, mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Hansestadt geehrt (die Volksstimme berichtete). Zum Ehrenmitglied des Heimatvereins wurde

Käthe Lörzer ist nun Ehrenmitglied im Heimatverein

Käthe Lörzer ist nun Ehrenmitglied im Heimatverein.

Käthe Jankowski (Lörzer) bestimmt. Die Havelbergerin, die im nächsten Monat ihren 97. Geburtstag feiert, bereicherte viele Jahre die Plattdeutschnachmittage mit Texten aus dem Ostpreußischen.
Für dieses Jahr bereitet der Heimatverein das Anbringen einer Nachbildung der „kleinen Seejungfrau“ an der Bahnhofstraße 44 vor – Zar Peter soll einst das Original der Galionsfigur angefertigt haben. Außerdem wird das Spätheimkehrerdenkmal auf dem Jungfernfriedhof saniert.
Hans-Jürgen Nisch richtete seinen Dank an alle, die den Heimatverein unterstützen, und vor allem an die Vorstandsmitglieder. Er ermunterte, die ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Stadt weiter mit viel Freude zu leisten.

Plattsnackerkinnigs überraschen Gäste mit „Aschenputtel“

Text und Bilder von Wolfgang Masur
Volksstimme, 17. Dezember 2015, Seite 17, Elb-Havel-Echo

Heimatverein freut sich über viele Freunde der plattdeutschen Sprache beim vor-weihnachtlichen Nachmitteag im Paradiessaal

Havelberg | Bis auf den letzten Platz war der Paradiessaal am Havelberger Dom zum vorweihnachtlichen Plattdeutschnachmittag des Havelberger Heimatvereins gefüllt. Unter den vielen Gästen aus der Hanse- und Domstadt waren aber auch zahlreiche Besucher aus der benachbarten Prignitz. Mit dem Weihnachtslied „Sünd de Lichter nu anzündet …“ eröffnete die plattdeutsche Singegruppe, unter der Leitung von Margarete Bartels, den letzten Plattnachmittag im Buga-Jahr 2015.
Die Leiterin der Havelberger Plattsnacker und Moderatorin Heide Schumann begrüßte dann die Gäste aus nah und fern und besonders die Plattfreunde aus Kyritz, Großderschau und Quitzöbel, zu denen die Havelberger Gruppe einen engen Kontakt pflegt.

Der Havelberger Nis Clason hatte wieder lustige plattdeutsche Geschichten von der Küste dabei

Der Havelberger Nis Clason hatte wieder lustige platt-deutsche Geschichten von der Küste dabei

Von den Kyritzer Plattsnackern war Annemarie Ostermeier mit dabei.

Von den Kyritzer Plattsnackern war Annemarie Ostermeier mit dabei.

Helga Klein, Vorsitzende des Heimatvereins Großderschau, brachte einen plattdeutschen Beitrag mit.

Helga Klein, Vor-sitzende des Hei- matvereins Groß-derschau, brachte einen plattdeut-schen Beitrag mit.

„Viele fleißige Helfer, wie etwa das Team um Küster Andreas Engel und die Singegruppe haben dafür gesorgt, dass der Paradiessaal so weihnachtlich schön geschmückt ist. Vielen Dank dafür. Dank auch all den Kuchenspendern und Bäckern sowie den Frauen am Kuchenbuffet und denen, die wieder zum Gelingen unserer Veranstaltung beitragen“, so Heide Schumann.

Die-90-jährige-Christa-Grähn-aus-Großderschau-erzählte-eine-heitere-und-wahre-Geschichte-von-1946

Die 90 jährige Christa Grähn aus Großderschau erzählte eine heitere und wahre Geschichte von 1946

Aus-gesundheitlichen-Gründen-konnte-die-Nitzowerin-Rotraut-Stock-nicht-mitsingen-aber-für-ein-Gedicht-reichte-die-Stimme.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte die Nitzowerin Rotraut Stock nicht mitsingen aber für ein Gedicht reichte die Stimme.

 

Sie kündete dann die „Plattsnackerkinnings“ der Sandauer Grundschule, die unter der Leitung von Bärbel Harmel das Platt erlernen, an. Für ihren Auftritt ernteten der Nachwuchs viel Applaus und wurde mit kleinen Weihnachtsgeschenken und den aufmunternden Worten: „Macht weiter so!“, verabschiedet. Ähnlich erging es den Havelberger Schülern, die unter der Obhut von Elke
Joachim stehen. Sie präs
entierten den Zuhörern das Märchen vom Aschenputtel in einer modernen, aber platten Version. Renate Thiemann, die die organisatorische Leitung der Havelberger Plattsnacker innehat, überreichte auch hier den Schülern und der Lehrerin Präsente.

Platt,Havelberg

Sophie Schmok, Antonia Lösch, Maria Davideit, Jessica Zimmermann, Lilli und Noah Freundt (von links) spielten Aschenputtel.


Der Chor war wieder an der Reihe und erfreute mit weihnachtlichem Gesang die Anwe-senden. Darunter wieder Lieder, zu denen die Leiterin Margarete Bartels die Melodien und die zweite Stimme geschrieben hat. „Unsere Lieder künden von der Stillen Zeit und stimmen so sachte auf die Weihnachtszeit ein. Wir haben heute mit „Dat is de stille Tiet in’t Joahr, immer wenn dat Wiehnacht ward“ und „Wiehnacht kümmt bald“ zwei Premieren dabei, die in hochdeutschen Texten vorlagen und die ichdann „platt“ gemacht habe“, verriet Heide Schumann. Das zweite Lied ist von Franz Fischer aus Premnitz, der auch einige Buga-Lieder geschrieben hatte und jetzt beim Plattnachmittag in Havelberg dabei war.

Platt-02, Viel Applaus gab es für alle Darbietungen.

Viel Applaus gab es für alle Darbietungen. So auch für die Sandauer Plattsnacker, Gina Weis, Johanna Meinschien, Theresa Klingenschmidt, Emely Wesenberg und Julienne Brandenburg (von links), die bei Bärbel Harmel lernen.


Die Nitzowerin Rotraut Stock, Christa Grähn – die 90-jährige kommt aus Großderschau, ebenso wie Helga Klein, die Kyritzerin Annemarie Ostermeier und der Havelberger Nis Clason begeisterten dann die Gäste im Paradiessaal mit ihren plattdeutschen Beiträgen.

Am 30. Januar gibt´s den nächsten Plattdeutschtreff

Platt, Die plattdeutsche Singegruppe unter der Leitung von Margarete Bartels mit dem „Treckfidel“ und Christina Blume auf der Gitarre, erfreute

Die plattdeutsche Singegruppe unter der Leitung von Margarete Bartels mit dem „Treckfidel“ und Christina Blume auf der Gitarre, erfreute.                                                    Bilder von Wolgang Masur

Es wurde viel gelacht und bei den Weihnachtsliedern, soweit sie bekannt waren, mitgesungen. Die Wünsche zum Fest kamen dann zum Schluss des gelungenen Programmes. „Frohe Wiehnacht un een glücklichet Joahr 2016 richten wir an alle Freunde der plattdeutschen Sprache. Besonders an die, die aus gesundheitlichen Gründen heute nicht dabei sein können, so wie Dr. Hans-Jürgen Nisch, Käthe Lörzer, Renate Krause, Hildegard Lehmann und Wolfgang Raake“, verabschiedete Heide Schumann sich im Namen aller Darsteller.
Der nächste plattdeutsche Nachmittag ist für Samstag 30. Januar in der Havelberger Kegelhalle geplant.

Plattdeutsches zum Advent

Text von (Andrea Schröder)
Volksstimme, 10. Dezember 2015, Seite 13 -Elb-Havel-Echo

Havelberg | Die Plattsnacker und die Plattdeusche Singegruppe des Heimatvereins Havelberg laden alle Freunde der plattdeutschen Sprache zum vorweihnachtlichen Nachmittag ein, der traditionell im Paradiessaal am Dom stattfindet. Bei Kaffee und Kuchen können sich die Gäste am Sonnabend, 12. Dezember, ab 14:30 Uhr auf gemütliche Stunden freuen. „Wir stimmen mit Liedern und Plattsnackereien besinnlich und fröhlich auf die Weihnachtszeit ein. Mit dabei aind auch wieder die Plattsnackerkinder unter der Leitung von Bärbel Harmel und Elke Joachim“, berichtet Heide Schumann. Kuchenspenden, die als Ausdruck der Verbundenheit gesehen werden, sind sehr willkommen.

Jahresbrief 2012

Der Jahresbrief 2012 des Heimatvereins mit Informationen zu Veranstaltungen und Aktivitäten in Havelberg und der Prignitz. Im Schwerpunkt stand in diesem Jahr die Arbeit der Singegruppe und die Förderung der plattdeutschen Sprache. Auch die AG Stadtgrün pflanzte wieder Sträucher im Stadtbereich. Ein besonderes Highlight war die Exkursion ins Kloster Dambeck und die anschließende Baumkuchenverkostung. Welche Höhepunkte das vergangene Jahr noch mit sich gebrachte, können Sie, in den als pdf-Datei beigefügten Jahresbrief 2012 lesen. (wird im neuen Fenster/Tab geöffnet).

Der Havelberger Heimatverein ließ die BUGA am Samstagnachmittag im Mühlenholz up Platt ausklingen.

Text und Bild von Anke Schleusner-Reinfeldt
Volksstimme, Montag, 12. Oktober 2015, Seite 18, Elb-Havel-Echo

Die Singegruppe wurde musikalisch begleitet von Margarete Bartels auf dem Akkordeon und Christina Blume auf der Gitarre.

Havelberg l „Das werden wir so lange singen, wie wir singen können!“ So sehr ist die plattdeutsche Singegruppe vom „Havellandlied“ begeistert. Erstmals haben sie es am Sonnabend vorgetragen. Diese
Liebeserklärung an das Land an der Havel stammt aus der Feder von Hans Förster, dem Leiter des Volkschores Brandenburg. Es handelt sich um ein Projekt der Chorgemeinschaft „Volks­chor Brandenburg“ und des Freizeitchors „Cantamus“ Potsdam. „Das Lied ist anlässlich der Buga entstanden. Aber wir werden es auch künftig singen, weil es einfach so schön ist“, schwärmt Heide Schumann, die durch das Programm führte. Am vorletzten Tag der BUGA war es ein plattdeutscher Rückblick auf die zurückliegenden Monate.

Elfriede Görges überreicht Franz Fischer als Dankeschön

Elfriede Görges überreicht Franz Fischer als Dankeschön

Dazu passten bestens die Lieder von Franz Fischer aus Premnitz, der gleich mehrere Buga-Lieder geschrieben hat. Er war am Sonnabend Gast und freute sich, seine Lieder zu hören. Und auch die Beiträge von Einzelakteuren. Denn Renate Krause, Hilde Lehmann, Wolfgang Raake und Nis Clason trugen meist Amüsantes vor und bereicherten damit das Programm. Zum Einstieg hatte Heide Schumann diese Worte gewählt: Der Herbst ist da,der Sommer vorbei und auch die BUGA endet morgen. Wie schnell ein halbes Jahr vergeht mit Blumen und so vielen Besuchern aus nah und fern! So blumig wie bei uns ist es nicht

Heide Schumann führte durch das Programm

Heide Schumann führte durch das Programm

überall auf der Welt. Mit Besonnenheit, Vernunft und Menschlichkeit müssen die Probleme gelöst werden!Es war der dritte Plattnachmittag in diesem Jahr. Dazu kamen ein Treffen im April in Rehfeld bei Kyritz, der Buga-Auftritt am 1. Mai auf der Bühne am Dom und das Plattdeutsch-Festival in Groß Derschau im Juni. Eine Veranstaltung in diesem Jahr steht noch an. Und zwar am 12. Dezember. Dann erwartet die Mitglieder und Gäste im Paradiessaal am Dom ein vorweihnachtlicher Nachmittag.